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Faire Löhne und Gehälter
Löhne und Gehälter sollten hinterfragt und neu definiert werden, dabei soll mehr Gerechtigkeit erzielt werden und mehr Anerkennung für Berufe, die dem Gemeinwohl und unserer Zukunft dienen. Persönliches Engagement für die Tätigkeit muss zudem in stärke...
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Löhne und Gehälter liegen in der Autonomie der Tarifpartner

Die Tarifautonomie ist ein wichtiges Prinzip der Sozialen Marktwirtschaft und darf nicht von zu starren Regelungen ausgehebelt werden.

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    Was die Tarifautonomie betrifft, bin ich etwas anderer Meinung. Streiks ist die einzige Möglichkeit der Arbeitnehmer/innen ihre Interessen vor Ausbeutung durchzusetzen, (z.B. aktuell bei Amazon) besonders in der heutigen kapitalistischen Zeit. Streiks müssen wehtun und das muss eine demokratische Gesellschaft auch aushalten. Ich habe auch noch nie erlebt, dass Menschen durch Streiks bedroht wurden. Zustimmen würde ich dem Thema, dass sich immer mehr Unternehmen (aktuell Einzelhandel Real) aus der Tarifbindung verabschieden. Hier müssen Gesetzgeber und Gewerkschaften besser zusammenarbeiten, um Tarifflucht zu verhindern und auszubauen.

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    das Prinzip ist richtig, nur: es werden zunehmend systemrelevante Institutionen bestreikt und damit ein Schaden angerichtet, der über Jahre nicht wettgemacht werden kann. Teilweise wird sogar die Bevölkerung dadurch gefährdet - und keinen interessiert's, am wenigsten die Gewerkschaften. Das hat mit Tarifautonomie nichts mehr zu tun, das ist Mißbrauch! Da gehört ein starkes Regelwerk dazu, um das einzudämmen.

    Und: es sind immer weniger, die an der Segnung der Tarifautonomie teilhaben, weil sie nicht Mitglied der Tarifparteien sind, sowohl als Arbeitnehmer als auch als Unternehmen. Die Hilfs- und Minijobs nehmen dafür zu, Ausbeutung auch, und die Arbeitslosenzahl ist hoch (jaja, stetig abnehmend, aber von einer Vollbeschäftigung sind wir weit entfernt).

    Die Tarifautonomie ist bald nichts mehr wert, wenn die Tarifpartner nicht wach werden und die gesamte Arbeitslandschaft einbeziehen.

  • public
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    was wird damit bewerkstelligt?

  • public
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    na, vielleicht liest das ja einer der Beteiligten bei den nächsten Tarifverhandlungen und bringt diesen Punkt auf die Liste der Verhandlungspositionen ...

    Oder: vielleicht kennt einer der Teilnehmer dieses Forums einen der Verhandlungspartner und macht ihn auf dieses Dilemma aufmerksam ...

  • public
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    Streiks sind Teil der Tarifautonomie. Alle anderen Formen der Arbeitsniederlegung werden als wilde Streiks oder Arbeitsverweigerung bezeichnet.

    Wenn Lehrkräfte so wenig verdienen, dass sie als Vollzeitkraft noch aufstockend auf Hartz-IV angewiesen sind, sie deswegen streiken und ihnen dann auch noch vorgeworfen wird, sie würden der Gesellschaft schaden, dann hat die Gesellschaft keine Lehrkräfte verdient. So einfach ist das für mich. Wir haben in manchen Bundesländern Lehrkräfte, die unter genannten Bedingungen arbeiten.

    Wenn es immer mehr Mode wird, dass Lehrkräfte maximal für ein Jahr beschäftigt werden, ihnen immer öfter erst frühestens am ersten Arbeitstag des neuen Schuljahres mitgeteilt wird dass sie nicht weiter arbeiten dürfen, ihnen dann vorgeworfen wird, dass sie sich gegen so verachtendes Verhalten wehren, dann hat die Gesellschaft keine Lehrkräfte verdient.

    Lehrkräfte hier nur als Beispiel genannt.

  • public
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    Zudem haben wir in D ein über viele Jahrzehnte erkämpftes Tarifrecht, um welches wir weltweit beneidet werden. Es zu beschädigen durch fehlende Teilhabe bedeutet, all jene zu beleidigen, welche dafür gekämpft haben.

    Wo systemrelevante Schäden angerichtet werden erschließt sich mir nicht. Bitte erst mal einfach das Betriebsverfassungsgesetz lesen, drüber nachdenken und dann vielleicht noch mal neu urteilen. Es ist, dank Europäischem Transparenzgebot, im Volltext über die Suchmasike des Browsers aufrufbar.