Argument
Angle left s50
Plastik
Wo kann die Verwendung von Plastik reduziert werden, wo ist sie sinnvoll. Wäre bei Plastik als Verpackungsmaterial eine Art Strafsteuer denkbar?
public
günstige Preise

viele Produkte sind sehr preisgünstig, weil deren Entsorgung sozialisiert wird, d.h. aus öffentlichen Mitteln und somit von der Allgemeinheit getragen wird - Beispiel Atommüll, schädliche Ackergifte (ehemals Dünger/Herbizide/Pestizide usw., die ins Trinkwasser gelangen) oder Abgase, oder eben Plastikabfall, der nicht über den Gelben Sack/Gelbe Tonne entsorgt wird; es gibt sicher noch mehr Beispiele. Wenn die öffentliche Hand kein Konzept für die Entsorgung hat, passiert so etwas wie mit dem Plastikmüll; es hat lange gedauert, bis die öffentliche Diskussion darüber begonnen hat.

Da viele sich leider nur am Preis orientieren sind Auflagen und/oder Steuern ein durchaus geeignetes Mittel, die Kosten der Sozialisierung aufzufangen und den Verbraucher bei Verzicht durch die Kostenersparnis zu belohnen.

Zweckgebunden sind Steuern leider grundsätzlich nicht, aber der öffentliche Druck wird dem Staat schon klarmachen, daß er hier handeln und Maßnahmen zur Reduzierung von Plastikmüll ergreifen muß, die er aus diesen Steuereinnahmen finanzieren kann. Und wem das zu viele Steuerabgaben sind: wir haben ca. 170 verschiedene Steuerarten, davon einige, über deren Abschaffung bereits diskutiert wird (z.B. die kaiserliche Schaumweinsteuer). Da könnte ja 'mal aufgeräumt werden....

  • public
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    erster Schritt: Plastik vermeiden (bester Fall): den von der Industrie künstlich erschaffene Bedarf ausfindig machen und durch Verbot eliminieren. Hier denke ich in erster Linie an "Schrott-Spielzeuge aus Übersee" und sinnlose Umverpackungen. Alle Plastik- Spielzeuge die eine Lebensdauer von weniger als 2 Jahren haben müssen verboten werden. zweiter Schritt: Alle Flüssigkeiten (nicht Lebensmittel) müssen in so genannte "Tankstellen" erhältlich sein z.B. Waschmittel bei Conad (IT). Flüssige Lebensmittel müssen in Glas erhältlich sein. Schritt drei: Steuern auf Plastik